Die europäische KI-Verordnung (AI Act) verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zu einem bestimmten Niveau an KI-Kompetenz bei ihrem Personal. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wer mit einem KI-System arbeitet oder Entscheidungen darauf stützt, muss verstehen, was das System tut, welche Daten es verwendet und wo die Grenzen seiner Zuverlässigkeit liegen. Ohne dieses Verständnis kann niemand richtig beurteilen, ob ein Ergebnis stimmt oder ob etwas schiefgeht.
Die genauen Verpflichtungen, wen sie konkret betreffen und ab wann sie gelten, stehen in der Verordnung selbst und den dazugehörigen Durchführungsdokumenten. Da Texte und Anwendungsdaten angepasst oder näher ausgestaltet werden können, ist der aktuelle Stand der Dinge bei den offiziellen EU-Quellen und bei Aufsichtsbehörden zu finden, die hierüber veröffentlichen. Diese Seite beschreibt den Mechanismus, nicht das genaue Datum oder die exakte Artikelnummer.
KI-Kompetenz ist keine Diplomanforderung und keine Kursverpflichtung an sich. Es geht um ein funktionales Ergebnis: Mitarbeiter, die mit einem KI-System arbeiten, müssen in der Lage sein:
Die Schwere dieser Anforderung hängt stark von der Risikostufe des Systems ab. Bei Systemen, die als Hochrisiko eingestuft sind, wie auf der Seite über Hochrisiko-KI am Arbeitsplatz dargelegt, liegen die Erwartungen an Wissen, Aufsicht und Dokumentation deutlich höher als bei einem einfachen Hilfsmittel für Text oder Planung.
KI-Kompetenz berührt unmittelbar die Frage, welche Aufgaben eine Organisation der KI überlässt, welche unter Aufsicht bleiben und welche Handarbeit bleiben. Das ist genau die Dreiteilung, die ftetoai.com pro Aufgabe beurteilt:
1. die KI führt die Aufgabe selbstständig aus; 2. die KI führt die Aufgabe teilweise aus, wobei ein Mitarbeiter genehmigt oder ablehnt und dies mit einer Begründung untermauert; 3. die Aufgabe bleibt Handarbeit.
Die zweite Kategorie ist genau dort, wo KI-Kompetenz am dringendsten benötigt wird. Ein Mitarbeiter, der ein KI-Ergebnis genehmigen oder ablehnen muss, kann das nur sinnvoll tun, wenn er versteht, was das System getan hat und wo es typischerweise schiefgeht. Ohne dieses Verständnis wird „menschliche Aufsicht" zu einer Unterschrift ohne Inhalt, was das Fehlerrisiko nicht verringert, sondern verlagert.
Diese Abhängigkeit unterscheidet sich stark je nach Branche und Aufgabe. Im Großhandel spielen andere Systeme und Risiken eine Rolle als in der verarbeitenden Industrie oder im Transportsektor: siehe zum Beispiel die Übersichten über was KI im Großhandel übernehmen kann, was KI in der verarbeitenden Industrie übernehmen kann und was KI im Transportsektor übernehmen kann. Die erforderliche KI-Kompetenz folgt der Aufgabe, nicht der Funktionsbezeichnung: Zwei Mitarbeiter mit derselben Funktion können ein unterschiedliches Wissensniveau benötigen, je nachdem, welche KI-gestützten Aufgaben sie tatsächlich ausführen.
Organisationen, die KI-Systeme einsetzen, müssen in der Praxis festlegen und sicherstellen:
Diese Punkte berühren auch die breitere Datenverarbeitung rund um KI-Systeme. Wenn eine Aufgabe personenbezogene Daten verarbeitet, gelten zusätzlich die Anforderungen, die auf der Seite über die DSGVO bei der Automatisierung von Aufgaben beschrieben werden, neben den Anforderungen an die KI-Kompetenz selbst.
KI-Kompetenz ist keine Grundlage für Personalentscheidungen, und diese Seite bietet dafür keine Begründung. Ob ein Wissensmangel Folgen für eine Funktion, eine Rolle oder ein Arbeitsverhältnis hat, ist eine Frage, die eigenen gesetzlichen Anforderungen unterliegt, unter anderem im Bereich Arbeitsrecht und Mitbestimmung. Dazu trifft diese Seite keine Aussage; das erfordert eigene, auf die Situation zugeschnittene Beratung.
Ebenso wenig beansprucht diese Seite zu wissen, wie viel Budget oder wie viel Schulungszeit KI-Kompetenz in einer bestimmten Organisation erfordert. Das hängt von der Anzahl der Systeme, ihrer Risikoklasse, der Komplexität der Aufgaben und dem vorhandenen Wissensniveau ab. Wer dazu eine Zahl sucht, findet diese nicht in allgemeinen Texten, sondern in einer Analyse der eigenen Aufgaben und Systeme.
Ein erster Schritt ist, klar zu erfassen, welche Aufgaben in Ihrer Organisation bereits mit KI-Unterstützung ausgeführt werden und welche davon unter Aufsicht stehen versus vollständig automatisiert sind. Diese Unterscheidung macht sofort sichtbar, wo KI-Kompetenz am schwersten wiegt.
Der kostenlose Quickscan von ftetoai gibt dafür eine erste Orientierung: zwölf Fragen, ohne Konto, mit einer Angabe, welcher Teil der Stunden in Ihrem Profil heute von KI übernommen werden kann. Der vollständige Workscan, der tiefer auf Aufgabenebene und Aufsichtsanforderungen eingeht, befindet sich noch im Aufbau. Der Quickscan ist eine Indikation, keine juristische Prüfung der Anforderung an KI-Kompetenz in Ihrer Organisation.
Vraag maar. Ik ken de kennisbank van deze site; wat ik niet weet, zeg ik erbij.
Answers come from this site’s knowledge base. Not tailored advice, and not a scan of your company.